Handball in RABU: Mädels neben, Männer in der Spur

Nach den ersten Spielen im neuen Jahr sieht die Bilanz unserer Handballer aus wie Nacht und Tag. Bei den Mädels reicht es noch nicht zu Siegen, trotz erkennbarem Formanstieg, die Männer bleiben in der Erfolgsspur mit nur einer Niederlage und einem Unentschieden in 12 Spielen. Was auf jeden Fall bemerkenswert ist: die Fans sind wieder voll dabei, auch bei den Damen.

Szene aus dem Hinspiel in der Tiedemann-Halle gegen die SG Klotsche

Endlich war es wieder soweit, nach 4 Wochen der Spielpause, waren die Frauen und Männer des TSV endlich wieder gefordert, es ging wieder um Punkte.

Frauen ohne Deckung, Männer ohne Probleme

Bei den Mädels ging es dabei gegen die HSG Weißeritztal, einem Gegner, dem man schon zweimal im letzten Jahr unterlegen war. Beide Male war es die offensive Deckung der Gäste, die den Radeburger Damen das Leben schwermachte. Nur logisch, dass darauf der Trainingsschwerpunkt der letzten Wochen lag. Mit fast allen Mädels an Board, sollten zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt her.

Leider musste man von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen, die Anfangsphase wurde schlicht und ergreifend verschlafen. Danach zeigten die jungen Radeburgerinnen allerdings, was zumindest offensiv in ihnen steckt. Wenn am Ende des Spiels fünf Spielerinnen mindestens fünf Mal treffen, dann zeigt das, wie variabel das Radeburger Angriffspiel an diesem Tag war.

Am Ende sprechen 31 eigene Tore auch dafür, dass dort in der kurzen Winterpause gut gearbeitet worden ist. Wenn man allerdings mit 31 Toren kein Frauenspiel gewinnt, dann muss irgendwas gründlich schiefgelaufen sein. Und das war an diesem Tage einfach die Abwehr. Trotz einer richtig guten Anna Sperling im Tor, konnte man hinten nie richtig Zugriff auf die erfahrenen Gäste bekommen.

Unverständlich eigentlich, da man die vorherigen Spiele selbigen Gegner zumindest in der 6:0 Deckung im Griff hatte. So stand am Ende mal wieder eine unnötige Niederlage, die aufgrund des Sieges der SG Klotzsche die Tabellensituation nochmals verschärft. Nun geht es dort nächste Woche quasi schon zum Endspiel um den Klassenerhalt.

Man darf gespannt sein, welche Unterstützung die zweite Mannschaft der SG von oben bekommt. Allerdings: Mit der Leistung, vorne wie hinten, aus dem Hinspiel, müssen zwei Punkte mit zurück an die Röder kommen.

Für Rabu spielten: Sperling und Kusnierz im Tor, Bornstein (5), Strauß (3/3), Seifert, Moor (1/1), Zeidler (4/1), Dittmann, Kotte (5), Schulz, Röschel (5), Throne, Bürger (7), Schiefner

Im Anschluss waren dann die Herren gefragt. Alles andere als ein Sieg gegen den HC SACHSEN wäre hier eine Faustdicke Überraschung gewesen. Auch wenn mit Robert Egberts und Markus Pietzsch zwei Spieler fehlten, im Radeburger Kader muss jeder ersetzbar sein. Und mit dem Selbstvertrauen wurde auch begonnen. Ein starker Sebastian Habelt im Tor, variables, schnelles Umschaltspiel, Torgefahr von allen Positionen. Kurzum, die ersten zehn Minuten liefen quasi von selbst.

Das hier keine Auszeit der Gästetrainerin kam, an dieser Stelle sehr überraschend, jedoch gab sie klare Kommandos an ihre Jungs, sie sollten sich mehr bewegen. Doch das half nix, die offensive Radeburger Deckung hatte den Gegner jederzeit im Griff, lediglich im Angriff kam der Motor etwas zum Stocken. Das lag vor allem daran, dass Trainer Pinkert allen Spielern ihre Zeiten gab, was angesichts des doch sicheren Vorsprungs völlig richtig war. Näher als vier Tore kamen die Gäste nie heran, die Radeburger Jungs waren auch mit der zweiten Garde zu mindestens ebenbürtig. So ging es mit 17:12 in die Pause.

Die zweite Hälfte war im Prinzip ein Spiegelbild der ersten. Der Vorsprung pegelte sich bei sechs – sieben Toren ein, niemand in der Halle hatte das Gefühl, das der TSV die Punkte liegen lassen könnte. Positiv zu erwähnen sind sicherlich die Auftritte von Tony - was, den hat der mit einer Hand gefangen – Ludewig und Daniel – Killer – Jahn, die ihre starken Trainingsleistungen endlich auch mal im Spiel zeigen konnten.

Selbiges galt für die Linkshandfraktion René Gründler und Jakob Schur, die das Fehlen von Markus Pietzsch wettmachten. Schön für die Jungs, dass ihre Leistungen unter der Woche auch mal am Wochenende Früchte trugen. So siegte der TSV aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung heraus wenig glanzvoll mit 32:25.

Für Rabu siegten: Jahn, Küttner, Habelt im Tor, Gründler (4), Gneuß (7/1), Eilber, Ludewig (1), Schur (3), M. Tietze (7/1), R. Tietze (4), Schütt (3), Merkwirth, Kreutze (3), Ruhland

Zwei von vier Punkten aus der Klotzscher Schlittschuhbahn entführt!

Eine Trainingswoche hatte man dann in Radeburg keinen klebenden Ball durch die Halle fliegen sehen, denn sowohl Männer als auch Frauen wollten wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt bei den Mädels und den Klassen-Nicht-Erhalt bei den Jungs zu holen. Man wähnte sich also perfekt vorbereitet, um beide Spiele siegreich zu gestalten.

Unsere Mädels staunten beim Einzug in die Halle allerdings nicht schlecht, als man die Truppe der SG Klotzsche Handball sah, dort machte sich die eine oder andere Spielerin bereit, die man sonst eher aus den Gefilden der Verbandsliga kennt. Egal sagte man sich, heute müssen Punkte her, egal gegen wen. Auch die zeitlich recht fragwürdige Unterbrechung des Einwerfens der Radeburger Damen aufgrund der angeblich zu dreckigen Spielgeräte, brachte die Truppe nicht aus der Konzentration. Wild entschlossen kam man aus der Kabine und wollte gleich allen zeigen, wo die Punkte heute hingehen.

Nach einer kurzen Gewöhnungsphase an den glatten Untergrund und das Spielgerät, legten die Mädels richtig los. Aus einem 5:1 Rückstand wurde innerhalb weniger Minuten eine 8:9 Führung, für die Frauen aus der Zillestadt. Das Trainer-Duo Schiefner/Gneuß sah genau das, was unter der Woche trainiert wurde. Eine stabilere Abwehr als noch in der Vorwoche, schnelles Umschaltspiel, abräumen auf Außen oder Durchbrüche zum Kreis. Taktisch und kämpferisch zeigten die Tsv Frauen Radeburg genau das, was man in einem Spiel ohne den geliebten Kleber erwarten darf. Vor allem die rechte Seite mit Myriam Röschel und Luise Kotte konnte hier glänzen. Zum Pausentee ging es mit einem demzufolge verdienten 12:15 für unsere Mädels.

Die Ansage war klar, noch einmal so konzentriert spielen, nicht nachlassen, Punkte holen, Puffer zur Abstiegszone schaffen.
Aber kurzum, das ging mehr als schief. Die Deckung fasste nicht mehr zu, vorn wurden keine Zweikämpfe mehr gewonnen, das Umschalten mit schnellen Pässen wurde vernachlässigt, stattdessen wurden dem Gegner reihenweise Bälle in die Hände gespielt. Nach einen 14:4 Lauf für die Gastgeber war der Drops quasi gelutscht. Die Ansage von außen: Den direkten Vergleich gewinnen, immerhin kann der Ende des Jahres wichtig sein. Leider konnte auch dieses Ziel nicht erreicht werden, sodass am Ende eine verdiente 30:24 Niederlage auf der Anzeige stand.

Aufgeben darf nun aber keine Alternative sein, denn schon am Samstag kommt der SV Rähnitz in die Paul-Tiedemann-Halle, eine Truppe, die man mit einem Sieg ebenso tief in den Keller der Tabelle ziehen kann. Die Mädels hoffen an diesem Spitzenspieltag natürlich auf zahlreiche Unterstützung ihrer Fans!

Für Rabu spielten:
Sperling und Kusnierz im Tor, Wolf, Bornstein (1), Strauß, Seifert (1/1), Moor (1/1), Zeidler, Kotte (11), Schulz (1), Throne, Bürger (4), Schiefner (4), Röschel (1)

Nun waren die Männer dran, zumindest zwei Punkte in die Zillestadt zu befördern. Die Jungs aus Klotzsche um den Ex-Radeburger Marcel Börner standen in Top Besetzung auf dem Parkett und sahen wild entschlossen aus, an den Erfolg der Damen anzuknüpfen.

Die Ansprache vor dem Spiel war klar, nur zusammen holen wir uns hier die Punkte, nur wenn wir die Fehler aus dem Hinspiel abstellen, werden wir auf Platz 2 der Bezirksliga bleiben. Taktik Fuchs Pinkert wollte den Gegner mit einer offensiven 3:2:1 Deckung überraschen, im Angriff sollten vor allem Würfe frei vom Kreis zum Erfolg führen. Abwehr-Ass Jost Ruhland wechselte mit Stefan Gneuß, der das Spiel am Laufen halten sollte. So die Theorie.

Den Schachzug mit der offensiven Deckung konnten die Klotzscher zu Beginn gut bespielen, jedoch ist der TSV in diesem Jahr so gut aufgestellt, das man die Abwehrformation jederzeit wechseln kann. Über eine 5:1 oder 4:2 bis hin zur klassischen 6:0, immer wieder wurde der Gegner vor neue Herausforderungen gestellt. Im Angriff war man von allen Positionen gefährlich, die Deckung um Robert Egberts stabilisierte sich, Radeburg setzte sich ab. Bis zum 10:12 konnten die Gastgeber folgen, dann mussten sie abreißen lassen, der TSV ging mit 13:18 in die Pause.

Und auch hier war die Prämisse klar: Nicht nachlassen!
Kurz gesagt, das wurde umgesetzt! Von oben runter spielte man in der Manier eines Spitzenteams die zweite Hälfte runter, alle Spieler bekamen ihre Anteile, alle zeigten eine ansprechende Leistung. Keiner musste mehr Angst haben, das man wie in der Vorrunde durch den einen oder anderen Wechsel den Gegner zurück ins Spiel holt.

Mit dem Sahnehäubchen hinten raus, Querpass von René Gründler auf Dennis Kreutze, der legt auf Stefan Gneuß, der steht vor einer Lücke wo sogar er ohne Probleme durchkommt, 28:36 Endstand, die Radeburger Jungs holen eindrucksvoll die Punkte aus Dresden und sind gewappnet. Wofür?
Für das Endspiel um Platz 2 in der Bezirksliga Mitte am Samstag, 17 Uhr, Gegner, HSV Dresden e.V.. Lasst uns dem Spiel einen würdigen Rahmen geben, denn dann steht ein noch größeres Kaliber vor den Jungs des TSV. Wir freuen uns drauf, mit euch das nächste Handballfest zu feiern!

Für Rabu siegten:
Jahn, Küttner, Egberts im Tor,
Gründler, Gneuß (5), Ludewig (1), Schur (3/1 – und das 30.!!!), M.Tietze (11/2), R.Tietze (7), Pietzsch (1), Schütt (2), Kreutze (6); Ruhalnd

Ein großer Dank zum Schluss noch einmal an alle Radeburger Fans, die den Weg in die Halle in Klotzsche gefunden haben. So eine Masse an Auswärtsfans ist in der Bezirksliga einmalig, Danke das es euch gibt!!!!

Am kommenden Sonnabend, den 20. Januar, gilt es wieder in der Paul Thiedemann Halle. Für beide Teams ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel - bei den Frauen um den Klassenerhalt, bei den Männern um den möglichen Aufstieg. Die Frauen stehen 15 Uhr gegen den nur drei Punkte besser platzierten SV Rähnitz vor einer nicht unlösbaren Aufgabe, die Männer um 17 Uhr gegen Verfolger HSV Dresden II, die nur um einen Punkt schlechter sind, aber ein deutlich besseres Torverhältnis aufzuweisen haben. Das wird spannend! 

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