Radeburger Handball: Neubeginn Teil 1 – Bestanden mit Luft nach oben

Die Hinrunde ist Geschichte, es war die erste für die Handballer des TSV nach der Neuausrichtung des Vereins, weg vom leider zu teuren Sachsenliga Handball, zurück zu den Wurzeln.

Unser Frauenteam genießt inzwischen einen guten Ruf und starken Rückhalt durch das Publikum. Aber eine Steigerung ist für den sicheren Klassenerhalt nötig.

Die Jugend des Vereins ist alles in allem auf einem guten Weg. Die F-Jugend hat bisher nur fleißig trainiert, beginnt aber nun endlich auch mit den ersten Punktspielen. Wir sind sehr gespannt auf die Kinder von Anne Seifert. Eine Altersklasse weiter oben spielen beide Mannschaften in ihrer Liga ganz oben mit. Die weibliche Jugend E ist in der Kreisliga Elbe-Röder sogar noch komplett ungeschlagen. Aber auch die Jungs in der gleichen Alterklasse stehen dem in nix nach. Lars-Görans- Buben stehen auf Rang zwei, nur die Mannschaft aus Gröditz konnte es einmal schaffen, unseren Jungs eine Niederlage beizubringen.

Ebenfalls vom zweiten Platz grüßen die jungen Männer der Alterklasse männlich D. Mit 12:4 Punkten ist man gleichauf mit dem Tabellenführer, dem VfL Meißen. Zudem steht mit Toni Weise hier ein Radeburger auf Platz eins der Torschützenliste, weiter so! Sorgenkind im Jugendbereich ist momentan die männliche Jugend B. Leider wurden in der Vorrunde der Bezirksliga alle Spiele verloren, sodass die jungen Burschen um Joachim Pinkert in der Spielrunde um die hinteren Plätze antreten. Doch auch hier sieht man spielerische Fortschritte. Vor allem das freitägliche Training mit großen Teilen der Männermannschaft hilft den Jungs sichtlich weiter. Wir freuen uns schon auf euren ersten Sieg, der hoffentlich am 16.12. beim Heimspiel gegen gegen Klotzsche und Lommatzsch gewinnen.

Viele Punkte glitten der 1. Frauenmannschaft leider noch gegen Ende einiger Spiele aus den Händen, aber man darf guter Dinge sein, das mit wachsender Erfahrung auch die knappen Spiele mal ins Ziel gebracht werden. Der Weg ist der richtige, es fehlen momentan nur noch ein paar Punkte auf der Habenseite. Mit 5:17 Punkten steht man im Tabellenkeller, das Ziel Klassenerhalt wäre mit Platz 10 zwar momentan erreicht, jedoch darf man sich auf der guten Entwicklung nicht ausruhen und muss in Training und Spiel weiter Gas geben, um sich für die harte Arbeit in der Rückserie auch öfters zu belohnen.

Die 1. Männermannschaft hat einen noch größeren Schnitt hinter sich. Lediglich Clemens Schütt ist aus der letztjährigen ersten Mannschaft übrig, der Rest kommt allerdings gut eingespielt aus dem ehemaligem Tafelsilber, der zweiten Mannschaft der letzten Jahre, die als Auffangbecken für Radeburger Spieler fungierte. Nun kann man sich endlich einem großen Publikum zeigen. Zum Kader stießen mit Daniel Jahn und Jakob Schur zwei hoffnungsvolle Talente aus der Jungend zum Team. Zudem kehrte Stefan Gneuß nach acht Exiljahren wieder in die Heimat zurück, ebenso schnürt Jost Ruhalnd wieder die Schuhe für den TSV, ein Comeback mit dem wohl die wenigsten gerechnet hätten.

Nach einer guten Vorbereitung, mit Spielen ausschließlich gegen Verbandsligisten, war die Euphorie natürlich groß, was ist die Truppe im Stande zu leisten. Trotz einiger schwächerer Auftritte, konnte man sich von Beginn an in der Spitzengruppe der Bezirksliga festsetzen.

Highlights waren sicherlich die Siege beim HSV Dresden und in Lommatzsch, mit welchen man sich am letzten Spieltag ein Finale gegen die eigene Vergangenheit verdient hatte. Der HC Elbflorenz, die Truppe welche die ehemaligen Spieler der Sachsenligatruppe als Zuflucht suchten, kam als Spitzenreiter in die Zillestadt, erster gegen zweiter, Punktgleich, ein Spiel das man besser nicht hätte ansetzen können. Vor einer wahnsinnig geilen Kulisse, sahen alle Zuschauer, anders kann man das nicht sagen, Werbung für den Bezirksliga-Sport. Dass am Ende die Ex-Profis mit einem Tor siegten lässt, für die Rückrunde alle Möglichkeiten offen. Denn schon ein Sieg mit zwei Toren in der neuen Ballsporthalle würde reichen, um als Meister festzustehen. Bis dahin ist es allerdings ein harter und steiniger Weg, unterschätzen wird die Radeburger Mannen niemand. Es heißt also hart trainieren, um am Ende eine Spitzenplatz in der Bezirksliga zu erreichen. Potential dazu ist definitiv vorhanden.

Die Abteilung Handball wünscht natürlich allen Sponsoren, Fans, Unterstützern sowie allen aktiven und passiven Mitgliedern eine frohe Weihnachtszeit und möchte sich in aller Form für die Unterstützung und das Engagement bedanken. Ohne diese Hilfe wäre die Neuausrichtung der Abteilung sicher nicht so weit, wie sie es im Moment ist.