Die bisherige Halle hatte wegen Einsturzgefahr kurzfristig geschlossen werden müssen. Dank der Stadt Radeburg und der Physiotherapie Mösch konnte das Training zunächst an Ausweichstandorten fortgesetzt werden. Die entscheidende Perspektive eröffnete jedoch Fuhrunternehmer André Rodewald: Nachdem er dem Boxclub bereits die frühere Halle zur Verfügung gestellt hatte, überließ er ihm nun eine leerstehende Werkhalle auf seinem Betriebsgelände.Was anfangs kaum mehr als eine leere Industriehalle war, wurde innerhalb eines Jahres zur neuen sportlichen Heimat des Vereins umgebaut. André und sein Bruder Marco Rodewald unterstützten den Boxclub dabei nicht nur durch die Bereitstellung des Gebäudes, sondern auch während der gesamten Bauzeit. Ohne dieses außergewöhnliche Engagement wäre das Projekt nicht möglich gewesen.
Über den Fortgang der Arbeiten und die Pläne für den neuen Standort hatte der Radeburger Anzeiger bereits im Januar berichtet. Seither wurden unter anderem Trockenbauwände errichtet, Fliesen und Fußböden verlegt, Wände verputzt und gestrichen sowie Elektrik und weitere technische Anlagen installiert. Viele Mitglieder, Handwerker, Sponsoren und private Spender halfen mit Geld, Material oder ihrer Arbeitskraft.
„Das letzte Jahr ist nicht in Worte zu fassen“, blickte Vereinsvorsitzender Erik Behnke bei der Einweihung auf Monate voller Unsicherheit, Arbeit und Rückschläge zurück. Zugleich erinnerte er an den Zusammenhalt, der das Vorhaben getragen habe: „Aufgeben war für uns keine Option.“
Ring frei für die Zukunft: Boxclub weiht neue Trainingshalle ein
Eine Übungseinheit, wo schon der Zuschauer ins Schwitzen kommt.
Während der Feier würdigte der Verein seine Sponsoren, Helfer und besonders engagierten Unterstützer. Die erste Ehrenmitgliedschaft in der Geschichte des Boxclubs erhielt Meiko vom Machwerk*
Radebeul, der dem Verein jederzeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden hatte.
Die neue Halle soll nun weit mehr sein als ein Trainingsort. Kinder und Jugendliche sollen hier Disziplin, Respekt und Selbstvertrauen lernen, Erwachsene gemeinsam Sport treiben und die Wettkampfboxer auf neue Ziele hinarbeiten können. „Heute eröffnen wir nicht einfach eine neue Trainingsstätte“, sagte Behnke. „Heute eröffnen wir ein Stück Zukunft für den Boxclub Radeburg.“
Oder, wie er es zum Abschluss auf den Punkt brachte: „Ring frei für unsere Zukunft!“

