Coronasituation in Radeburg und Umgebung

*aktualisiert 17.05., 19:00 Uhr*

In diesem laufend aktualisierten Beitrag finden Sie zum Thema Corona für unsere Region relevante Informationen.

Sächsische Staatskanzlei

In der Kabinettsitzung am 4. Mai in der Sächsischen Staatskanzlei wurde eine neue Corona-Schutz-Verordnung beschlossen. Bedeutend ist die künftige Ungleichbehandlung von vollständig Geimpften und Ungeimpften.

WAS IN DEUTSCHLAND GILT

Nach Beschluss des Bundestages trat das so genannte "Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" am 23. April 2021, in Kraft. Der Bundesrat verzichtete darauf, den Vermittlungsausschuss anzurufen.

Ab einer „7-Tage-Inzidenz über 100“ an drei aufeinander folgenden Werktagen im Kreis* gilt

  • Verordnungsermächtigung der Bundesregierung für bundesweite Regelungen
  • Private Zusammenkünfte nur mit einer nicht haushaltzugehörigen Person (ausgenommen Kinder) pro Tag
  • nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr mit zahlreichen Ausnahmen (z.B. Art. 4 -Glaubensfreiheit- und Art. 8 GG -Versammlungsfreiheit- fallen nicht unter das IfSG; bis 24 Uhr ist Bewegung an fricher Luft erlaubt)
  • alle Freizeiteinrichtungen usw. (wie z.B. Schloss Moritzburg) wieder zu - mit einigen Ausnahmen, z.B. Freianlagen von zoologische Gärten wie das Wildgehege)
  • Kleine Geschäfte wieder zu (Es bleibt aber weiterhin click-and-collect inzidenzunabhängig sowie click-and-meet mit tagesaktuellem Negativtest und Kontaktnachverfolgung bis zu einer Inzidenz von 150 möglich)
  • Touristische Übernachtungen bleiben unzulässig
  • Nur kontaktloser Individualsport (geregelt wie "private Zusammenkünfte")
  • Gaststätten außer Lieferung bzw. zum Mitnehmen (nicht während der Ausgangssperre!
  • Körpernahe Dienstleistungen untersagt, außer medizinische Fälle und Friseur und nur mit FFP2-Maske und nur mit Test
  • ÖPV nur noch mit FFP2-Maske

Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 165 an drei aufeinanderfolgenden Werktagen gilt darüber hinaus:

In Schulen ist nur noch Distanzunterricht erlaubt, Kindertageseinrichtungen müssen geschlossen werden und dürfen nur noch eine Notbetreuung anbieten. 
Ausnahmen gibt es lediglich für die Schülerinnen und Schüler an den Förderschulen und in den Abschlussklassen. Hierzu zählen auch die 4. Klassen an den Grundschulen. Diese Kinder und Jugendlichen können ihre Schulen auch oberhalb der 165er Inzidenz besuchen. Bei ansonsten geschlossenen Einrichtungen wird für Kinder bestimmter Personen- und Berufsgruppen in den Grund- und Förderschulen eine Notbetreuung eingerichtet.
Kindertageseinrichtungen müssen geschlossen werden und dürfen nur noch eine Notbetreuung anbieten.

Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 165 (bis 100) an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen

können Kindereinrichtungen im eingeschränkten Regelbetrieb mit festen Gruppen und Bezugspersonen ab dem übernächsten Tag wieder öffnen. Gleiches gilt auch für die Horte. 
Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Folgen der „Bundesnotbremse“ für den Schul- und Kitabetrieb gibt es im Blog des Kultusministeriums (www.bildung.sachsen.de/blog).

WAS DARÜBER HINAUS AB 10. MAI IN SACHSEN GILT

Seit 10. Mai ist die neue Sächsische Corona-Schutz-Verordnung in Kraft und gilt bis 30. Mai 2021. Nach Beschluss der Änderungen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) im April 2021 werden mit der Verordnung in erster Linie Regelungen getroffen, die ab einer Inzidenz unter 100 gelten, aber auch weitergehende Schutzmaßnahmen für eine 7-Tage-Inzidenz über 100 vorgenommen. Weiterführende Informationen dazu sind unter www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-bekanntmachungen.html zu finden.

Unabhängig von der "Inzidenz" gilt: 

  • Vollständig Geimpfte werden zukünftig Personen gleichgestellt, die einen tagesaktuellen negativen Test nachweisen können. Genesene erhalten in den sechs Monaten nach Genesung ebenfalls diesen Status bzw. 14 Tage nach Erhalt der ersten Impfdosis auch darüber hinaus. (Details siehe unter "LANDKREIS MEISSEN: KEINE IMPFPFLICHT..." weiter untenauf dieser Seite.)
  • Neben dem 7-Tage-Inzidenzwert bleibt mit der maximalen Bettenkapazität von 1.300 mit COVID-19-Patienten belegten Betten auf der Normalstation ein zweiter Faktor erhalten, dessen Unterschreitung Grundbedingung für alle Lockerungen ist.
  • Die Regelungen für den Kita- und Schulbetrieb bleiben unverändert bestehen. 

Ab einer „7-Tage-Inzidenz über 100“ an drei aufeinander folgenden Tagen im Kreis* gilt: 

  • Siehe "was in Deutschland gilt" oben auf der Seite.
  • Bei Teilnahme von mehr als zehn Personen an Beerdigungen benötigen alle Anwesenden einen Negativtest.
  • Testpflichten für Belegschaft und Inhaber von Friseurbetrieben und Fußpflege gelten weiterhin. Sonstige körpernahe Dienstleistungen müssen zusätzlich zu den Vorgaben nach IfSG eine Kontaktdatenerfassung und -nachverfolgung gewährleisten.
  • Bei zulässigen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben ist eine Kontaktdatenerfassung und -nachverfolgung vorzunehmen.
  • Bis zu einem Inzidenzwert von 165 kann Einzelunterricht in Tanz- und Musikschulen erfolgen, wenn eine Kontakterfassung oder -nachverfolgung stattfindet, sich Beschäftigte testen lassen und die Schüler einen tagesaktuellen negativen Test nachweisen können. (Derzeit also nicht erlaubt! - siehe Tabelle weiter unten auf der Seite, Landkreis-Wert ist maßgebend!)

Ab einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen ( siehe Tabelle weiter unten auf der Seite, Landkreis-Wert ist maßgebend!) gilt ab dem übernächsten Tag

  • Private Zusammenkünfte von Angehörigen zweier Hausstände sind mit maximal fünf Personen in geschlossenen Räumen bzw. zehn Personen insgesamt zulässig, wobei Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres nicht mitgezählt werden.
  • Eheschließungen sind auf max. 20 Teilnehmende beschränkt. Bei mehr als zehn Personen müssen alle Beteiligten einen tagesaktuellen Test vorweisen und der Mindestabstand von 1,5m ist einzuhalten.
  • Im ÖPNV ist entweder eine medizinische, FFP-2- oder vergleichbaren Maske zu tragen.
  • Geschäftsinhaber oder Veranstalter sollen überall dort, wo eine Kontakterfassung und -nachverfolgung nach Verordnung erforderlich ist, digitale Systeme, aber insbesondere die Corona-Warn-App, nutzen.
  • Die bisherigen Testpflichten bleiben bestehen.
  • Neben der Abholung und Lieferung von Speisen, kann der Außenbereich von Gastronomiebetrieben mit Terminbuchung, Kontakterfassung und ggf. tagesaktuellen Test, wenn mehr als zwei als zwei Hausstände an einem Tisch sitzen, genutzt werden.
  • Campingplätze und Ferienwohnungen unterliegen nicht dem Beherbergungsverbot, eine Kontakterfassung und -nachverfolgung ist erforderlich.
  • Ergänzend zu den bisher bei dieser Öffnungsstufe zulässigen Kulturstätten können Open Air-Veranstaltungen mit Terminbuchung, Kontakterfassung und -nachverfolgung sowie Testpflicht stattfinden.
  • Für Museen, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten sind zusätzlich zu den sonstigen Hygieneregelungen eine Kontaktdatenerfassung oder -nachverfolgung einzuführen und Besucher benötigen einen tagesaktuellen Nachweis über einen negativen Test
  • Fitnessstudios dürfen für medizinisch notwendigen Behandlungen und kontaktfreien Sport öffnen. Bei nicht medizinisch notwendigem Sport in Fitnessstudios benötigen die Sportler einen tagesaktuellen negativen Test und eine Kontakterfassung ist vorzusehen.
  • Gruppentraining von bis 20 Minderjährigen ist im Außenbereich und Außensportanlagen möglich sowie kontaktfreier Sport im Innenbereich. Bei Vorliegen eines tagesaktuellen negativen Testergebnisses und Kontaktverfolgung ist zudem Kontaktsport im Außenbereich zulässig
  • Schwimmunterricht in der Primarstufe ist möglich.

Unter der Voraussetzung, dass die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen im Kreis unter 50 liegt, gilt ab dem übernächsten Tag (Derzeit also nicht erlaubt! - siehe Tabelle weiter unten auf der Seite, Landkreis-Wert ist maßgebend!)

  • Außenbereich der Gastronomie
  • Zoologische und botanische Gärten
  • kontaktfreien Sport auf Innen- und Außensportanlagen; im Außenbereich und –sportanlagen zudem bei kontaktfreien Sport in kleinen Gruppen von maximal 20 Personen.
  • touristische Angebote werden erlaubt bei vorheriger Buchung, einem Testnachweis und der Kontakterfassung und –nachverfolgung

Alle inzidenzabhängigen Lockerungen sind wieder aufzuheben, wenn der jeweilige Grenzwert drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird. Dann gelten am übernächsten Tag die Regelungen der jeweils höheren Inzidenzstufe.

*Kreis meint: Landkreis und kreisfreie Stadt

LANDKREIS MEISSEN

Zur aktuellen Entwicklung im Landkreis, speziell in Radeburg und Umgebung

Keine Testpflicht für vollständig geimpfte und für genesene Personen

Eine wesentliche Neuerung der Verordnung betrifft den Status von geimpften und genesenen Personen (siehe § 9 Abs. 6 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung (SächsCoronaSchVO). Vollständig Geimpfte werden zukünftig Personen gleichgestellt, die einen tagesaktuellen negativen Test nachweisen können. Genesene erhalten in den sechs Monaten nach Genesung ebenfalls diesen Status bzw. 14 Tage nach Erhalt der ersten Impfdosis auch darüber hinaus. Die Befreiung von der Testpflicht gilt nicht für Personen, die mindestens ein Symptom zeigen, das auf eine Infektion mit SARS CoV-2 hinweist. Zudem bleiben die Testpflichten im Zusammenhang mit dem Besuch von Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens (§ 29 der Verordnung) bestehen.

Als Genesene gelten diejenigen Personen, die ein mindestens 28 Tage zurückliegendes positives PCR-Testergebnis oder eine ärztliche Bescheinigung der Infektion nachweisen. Als Nachweis werden - jeweils mit Angabe des Testzeitpunktes - anerkannt:

  • das Laborergebnis,
  • ein ärztliches Attest über die erfolgte Infektion auf der Grundlage eines PCR-Tests oder
  • der Absonderungsbescheid des Gesundheitsamtes, soweit in diesem der positive PCR-Test als Begründung aufgeführt ist oder
  • eine Bestätigung des zuständigen Gesundheitsamtes.

Genesenen Personen, denen die angeführten Nachweise nicht vorliegen, wenden sich bei Bedarf bitte an ihren Hausarzt oder per E-Mail an das Gesundheitsamt des Landkreises Meißen unter der E-Mail-Adresse ga.bescheidnoSpam@kreis-meissen.de. Um eine schnelle Bearbeitung zu ermöglichen wird um Angabe des vollständigen Vor- und Zunamens, des Wohnortes sowie des Geburtsdatums gebeten.

Die Entwicklung der "Inzidenz" im Vergleich Bund - Land - Kreis im Wochenverlauf können Sie der folgenden Tabelle entnehmen. Die Zahl der Personen, die aufgrund einen positiven PCR-Tests in behördlich angeordneter Quarantäne befinden sowie deren ebenfalls in Quarantäne befindlichen Kontaktpersonen finden Sie weiter unten auf dieser Seite - aufgeschlüsselt auf die Kommunen in unserem Verbreitungsgebiet. 

Die Zahl der gegenüber dem Vortag neu hinzugekommenen positiven PCR-Testergebnisse finden Sie ab sofort ebenfalls unten in der Tabelle "Positiv Getestete...". Leider erhalten wir weder eine statistische Aussage, wie viele Tests durchgeführt wurden, noch dazu, wieviele der positiv getesteten Personen auch Krankheitssymptome haben oder hatten. Seit 1. April ist ein inzidenzunabhängiges Kriterium eingeführt worden - die Bettenauslastung im Freistaat. Deshalb werden wir im Unterschied zum März nicht mehr die Belegungszahlen im Landkreis sondern die des Freistaates hier veröffentlichen.  Diese aktuellen Belegungszahlen finden Sie im "Wochentrend" ganz unten auf dieser Seite. 

Beim digitalen Treffen des Krisenstabes ab Dienstag, dem 4. Mai, unter der Leitung von Landrat Ralf Hänsel berichtete Amtsärztin Dr. Simone Bertuleit von einem relativ aktiven Infektionsgeschehen im Landkreis Meißen. „Derzeit ist nicht erkennbar, dass die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus sinken,“ schätzte die Amtsärztin die aktuelle Lage ein. In den letzten vierzehn Tagen wurden beständig weniger als 0,2% der Bevölkerung des Landkreises als positiv getestet gemeldet. In der letzten Woche schwankte die Zahl zwischen 0,18 und 0,17%.

Die Elblandkliniken zeigten sich besorgt über die steigenden Patientenzahlen mit Corona auf Normalstation – sie mussten bereits eine zweite Station für Corona-Patienten öffnen. „Wir hoffen, dass sich die Situation wieder verbessert, ansonsten werden wir nicht darum herumkommen eine dritte Station einzurichten, womit die anderweitigen Behandlungen zurückgefahren werden müssten“, befürchtete Rainer Zugehör, Vorstand der Elblandkliniken. Er berichtete aber auch, dass die Intensivstation im Moment geringer belegt sei, als bei der letzten Infektionswelle, wobei sich dies jeden Tag ändern könne. Was Herr Zugehör nicht sagt: in den Kliniken des Landkreises Meißen gibt es insgesamt zu wenige Intensivbetten. Derzeit sind nur noch 6 von 63 Intensivbetten frei. Nur 17 Betten sind mit Covid-Patienten belegt. 3 von 4 Betten sind mit anderen Patienten belegt. (Quelle: DIVI-Intensivregister)

Im Zeitraum vom 07.05.2021 bis 10.05.2021 sind in 9 überwachten Einrichtungen im Landkreis Meißen 9 Einzelfälle zu verzeichnen gewesen. Alle neun Fälle betreffen Kinder. In unserer Region gab es je einen Fall in den Grundschulen Kalkreuth und Ponickau. Aufgrund der geschlossenen Kindereinrichtungen (nur Notbetreuung und Abschlussklassen) werden weniger "positive" Fälle gefunden und gemeldet, was erneut zu einer Verfälschung der Daten führt. Bei Wiederöffnung der Schulen würden die Zahlen sofort wieder steigen, was aber nicht an der Öffnung sondern der vorherigen Schließung liegt, die das Bild verzerrt. Eine neue Studie entdeckt diesern Effekt und kritisiert deshalb die Schulschließungspolitik der Bundesregierung scharfWie die Lage in unseren Kommunen im Einzelnen aussieht, können Sie in unten stehender Tabelle finden.

7-Tage-Inzidenz

für Bund, Freistaat, Landkreis und Kommunen: Zahl der Neuinfizierten der letzten 7 Tage

MEI: Fallzahlen seit 6 Tagen Fall-Zahlen · Datenquelle: Landesuntersuchungsanstalt
  Di Mi Do Fr Sa So Mo
Deutschland 115 108 104 96 87 83 83
Sachsen 168 144 140 134 122 112 112
Landkreis 181 158 149 131 113 110 110
Neu[1] 65 76 35 29 33 12 6
Radeburg 205 [5] 164 [5] 96 68 82
zum Vortag[2] null   -3   -5 -2 1
Moritzburg 60 [5] 60 [5] 60 48 24
zum Vortag[2] null   null   null -1 -2
Ebersbach 365 [5] 456 [5] 456 365 342
zum Vortag[2] -3   4   null -4 -1
Thiendorf 505 [5] 346 [5] 346 292 292
zum Vortag[2] 1   -6   null -2 null
Krankenhäuser SN              
stationär[3] 1021 1048 1017 [5] [5] [5] 906
intensiv[4] 382 378 [5] [5] [5] [5] 354

Datenquellen: Gesundheitsamt Meißen, für Krankenhäuser: Krankenhauskoordinatoren Sachsen

Die "7-Tage-Inzidenz" ist eine Zählrate, die die in den letzten sieben Tagen in einem Betrachtungsraum (Staat, Landkreis, Kommune) hinzugekommene Anzahl an positiv getesteten Fällen (unabhängig vom Krankheitsbild), ins Verhältnis zur Einwohnerzahl setzt und dann mit 100000 multipliziert. Damit entstehen vor allem in kleinen Orten schon durch wenige Einzelfälle extrem hohe Zahlen sowie extreme Schwankungen, während Großsstädte einzelne Fallzahlen leicht "wegstecken" können. Eine geeignetere Kennzahl (die in vielen anderen Ländern genutzt wird) ist die so genannte Positivenrate. Sie wird vor allem deshalb immer interessanter je mehr Symptomlose sich testen lassen. Leider gibt es zur Positivenrate lediglich wöchentliche Angaben vom RKI auf Bundes- und Landesebene, aber keine Zahlen für die Landkreise. Sachsen ist Anfang Mai mit 10% in dieser Rechnung "nur" auf Platz 4 in Deutschland und nicht Spitzenreiter. Auf Basis der Testergebnisse im Impfzentrum Radeburg läge die Positivenrate bei uns sogar nur um ca. 1%. Bei dieser Kennzahl spielt die Größe / Kleinheit der Kommune keine Rolle.

* Kontaktpersonen einschl. Reiserückkehrer
[1] Zahl der am Tag neu hinzugekommenen "Positivmeldungen" 
[2] Saldo: Neumeldungen des Tages abzgl. der 8 Tage alten Fälle

Krankenhäuser Sachsen: Die Belegungszahl der Betten auf Normalstation ist relevant für alle inzidenzunabhängig geöffneten Einrichtungen. Inzidenzunabhänge Öffung ist nur bei einer Belegungszahl unter 1300 möglich.
[3] Zahl der mit positiven PCR-Test auf Normalstation liegenden Patienten
[4] Zahl der mit positivem PCR-Test auf Intensivstation liegenden Patienten
In Sachsen gibt es ca. 25.000 Krankenhausbetten und 1477 Intensivbetten.
[5] Zum Zeitpunkt der Aktualisierung lagen die Daten nicht vor.

SCHNELLTESTS IN RADEBURG UND UMGEBUNG

Nach 11 Testtagen in vier Wochen wurden 12 von fast 1000 Personen "positiv getestet". Die symptomlosen Personen mussten sich isolieren, sich mit ihrem Hausarzt telefonisch in Verbindung setzen und sich einem PCR-Test unterziehen. Nicht alle PCR-Tests bestätigten das Ergebnis des Schnelltests, aber alle  positiven PCR-Tests gingen unabhängig von der ärztlich festzustellenden tatsächlichen Symptomatik als "Neuinfektion" in die Statisik des Landkreises ein. Die relativ hohe Testquote in Radeburg im Verhältnis zur Einwohnerzahl könnte dazu beigetragen haben, dass Radeburg am 22.04. mit 423,7 die "Spitzenposition" bei der Inzidenz im Landkreis Meißen erreicht hat. Diese Position wurde erst am Freitag, den 30. April, wieder "abgegeben". Dem steht entgegen, dass auf die Teststützpunkte in Moritzburg ungefähr dasselbe zuträfe, dort die Inzidenz aber inzwischen nur noch zweistellig ist. Für weitergehende administrative Entscheidungen hat die örtliche Inzidenz jedoch ohnehin keine Bedeutung.

  • Radeburg: Testzentrum, F.-L.-Jahn-Allee 9 (Sportzentrum)
    Keine Anmeldung, Wartezeiten einplanen! PA und Chipkarte der Krankenkasse mitbringen.
  • Di + Do 09:00 - 14:00 Uhr, Mi. 12.00 - 18 Uhr

Zwei Testpunkte in Moritzburg

  • Boxdorf: Kosmetikstudio Claudia Ulbrich, Dresdner Straße 23
    Nur mit Anmeldung: 0173 3945055 oder www.coronatestpunkt.de
    Mo 07:30 - 13:00 Uhr, Mi 13:00 - 18:00 Uhr, Do 07:30 - 13:00 Uhr
  • Moritzburg: Lindengarten, Schloßalle 44
    Nur mit Anmeldung: 0173 3945055 oder www.coronatestpunkt.de
    Di 07:30 - 13:00 Uhr, Fr 13:00 - 18:00 Uhr

Weitere verfügbare Orte für Schnelltests

Der Landkreis hält eine eigene Seite mit "Coronatest-Kontaktdaten" des Landkreises vor - alles einschl. Öffnungszeiten über die Feiertage - vom Gesundheitsamt bis zu den Schnelltest-Einrichtungen (einschl. Information, ob man sich vorher anmelden muss oder nicht). Darüber hinaus finden Sie auf der Seite "Coronatests in Sachsen" durch Eingabe der Postleitzahl in eine interaktive Karte "für Sie naheliegende" Schnelltestmöglichkeiten jenseits der Kreisgrenze.

Alternative Selbttest

"Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Beschäftigten, die an ihrem Arbeitsplatz präsent sind, ein Angebot zur Vornahme eines kostenlosen Selbsttests mindestens einmal pro Woche zu unterbreiten." [§3a(1) C-VO] Es empfiehlt sich daher, bei Wahrnehmung eines testpflichtigen Termins (z.B. Friseur oder Click & Meet) - diese Möglichkeit zu nutzen. Für Beschäftigte, die mehrmals getestet werden müssen, gilt dies entsprechend. Für die Wahrnehmung des Termins genügt das Vorzeigen einer "qualifizierten Selbstauskunft nach Anlage 2 der C-VO". Andere Personengruppen müssen leider zwischen  den Kosten für den Selbsttest und dem Aufwand zur Erlangung eines Schnelltests abwägen.

Tagesaktueller Test - was ist das?

Corona-Tests im Überblick

Tagesaktuelle Antigen-Schnelltests haben ihren Namen, weil bei dem Test ein Ergebnis schnell (in wenigen Minuten) an Ort und Stelle vorliegt, sie aber auch nur 24 stunden gültig sind. Bei einem positiv ausfallenden Test werden körperfremde Molekülstrukturen entdeckt, die von der Oberfläche des SARS-COV-2-Virus stammen können und die in aller Regel von der körpereigenen Immunabwehr durch die Bildung z.B. von Antikörpern selbst zerstört werden. Die Schnelltests müssen von geschultem Personal (zum Beispiel in einem Testzentrum) durchgeführt werden – dafür wird ähnlich wie beim PCR-Test ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Im Falle eines positiven Schnelltests besteht Meldepflicht. Die Meldung erfolgt durch den testenden an das zuständige Gesundheitsamt. Die getestete Person muss sich bis zum Vorliegen eines PCR-Testergebnisses isolieren. Ist auch das PCR-Testergebnis positiv sind die Anordnungen des Gesundheitsamtes zur Quarantäne zu befolgen.

Tagesaktuelle Antigen-Selbsttests haben ihren Namen, weil die Tests (ähnlich wie ein Schwangerschaftstest) selbst durchgeführt werden können. Sie sind ebenfalss nur 24 Stunden gültig. Technisch funktioniert der Selbsttest wie ein Schnelltest. Es erfolgt ein Nachweis von molekularem Antigenmaterial. Eine Meldepflicht besteht bei einem positiven Ergebnis nicht, jedoch sollte auch hier eine Bestätigung durch einen PCR-Test erfolgen. Ist auch das PCR-Testergebnis positiv sind die Anordnungen des Gesundheitsamtes zur Quarantäne zu befolgen. Bei einem negativen Testergebnis füllt man zum Nachweis eine Selbsterklärung aus, die man überall, wo es gefordert wird, vorlegen kann.
Hinweis: der MDR meldet heute, Dienstag 11. Mai, unter Berufung auf Ministerin Köpping: "In Sachsen reicht es nicht mehr aus, mit einem Corona-Selbsttest und eigenhändig ausgefülltem Formular Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Bürger müssten die Tests ab sofort in einem Testzentrum oder direkt etwa beim Friseur zu machen. Das sei eine Änderung, der sich Sachsen beugen müsse, sagte die Ministerin mit Verweis auf Bundesregelungen. Deshalb werde die aktuelle sächsische Corona-Schutzverordnung in diesem Punkt geändert. Die Regelung soll unabhängig von der Inzidenz auch für Schulen gelten. Eltern können ihren Kindern demnach nicht mehr eine Bescheinigung über einen zu Hause gemachten Test mitgeben. Die Kinder müssten sich unter Aufsicht in den Schulen testen." (Derzeit liegt aber dazu noch keine amtliche Mitteilung vor.)

PCR-Tests gelten als der "Goldstandard" beim Nachweis des SARS-COV-2-Virus, denn sie sind weniger fehleranfällig als Antigentests. Sie sind aber dennoch fehleranfällig und können teilweise falsche positive oder falsche negative Resultate ergeben sowie auf nicht-infektiöse Viren­fragmente einer früheren Infektion reagieren. Das RKI schreibt: "Die RNA von SARS-CoV-2 (ist) bei vielen Patienten noch Wochen nach Symptombeginn mittels PCR-Untersuchung nachweisbar." Es ist deshalb falsch, bei den Meldezahlen von "Neuinfektionen" zu sprechen.

Antikörpertests bieten den sichersten Nachweis mit Sensitivitäten bis zu 100 % und Spezifitäten von bis zu 99,8 % (123). Dennoch kann sich das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium seit einem Jahr nicht dazu durchringen, eine Regelung für die Kostenerstattung von Testungen auf das Vorhandensein von Antikörpern durch die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung zu treffen, da noch ungeklärt sei, inwieweit ein Antikörpernachweis etwas über die Immunität aussage.“ Diese Aussage erscheint aufgrund der Menge an inzwischen vorliegenden Daten fadenscheinig, weil der Nachweis von Antikörpern des Typs IgM und IgG auch und gerade bei Corona beweist, dass eine Infektion schon länger zurückliegt und man keine Neuinfektion darstellt. Man muss diesen Test also derzeit selbst bezahlen und er dient leider nur dem eigenen guten Gewissen. Es ergibt sich kein Rechtsanspruch, durch Nachweis von IgG-Antikörpern von einer Quarantäne entbunden zu werden.