Das Netz baut auf den landesweit einheitlichen Wegweisungsstandards des SachsenNetz Rad und der Sächsischen Radverkehrskonzeption 2019 auf. Auf der Grundlage der Kreisradwegekonzeption, beschlossen vom Kreistag im Juni 2020, ist auch der Landkreis Meißen in die systematische Entwicklung des Radwegenetzes eingebunden.
Mit Beginn des Jahres 2026 starten die Vorbereitungen zur Installation dieser „Knotenpunktwegweisung“ im Landkreis Meißen. Zunächst wird die beauftragte Firma die Inhalte der Schilder erstellen und anpassen. Nach Druck und Produktion der Schilder erfolgt die Montage. Die Arbeiten werden dabei in Abschnitten – nach Kommunen geordnet – und wetterabhängig durchgeführt.
Die vollständige Umsetzung der Knotenpunktwegweisung soll bis Sommer 2026 abgeschlossen sein. Insgesamt werden 1.600 Schilderstandorte entlang von etwa 1.222 Kilometern ergänzt, darunter auch über 330 neue Pfosten.
Vorausgegangen war eine öffentliche Ausschreibung zur Verbesserung der Radwegweisung im Landkreis Meißen sowie zur Umsetzung der sogenannten Knotenpunktwegweisung. Am 9. September 2025 wurden Leistungen zur Herstellung der Beschilderung sowie zur Montage an bestehenden Pfosten beziehungsweise die Errichtung neuer Pfosten ausgeschrieben. Nach formaler und inhaltlicher Prüfung der eingegangenen Angebote stand fest, dass die Firma Ausbau Mügeln GmbH den Zuschlag für beide Lose erhalten hat.
Nach Fertigstellung der Knotenpunktwegweisung verfügt die Region über eine Radwegweisung, die Radfahrern ermöglicht, für ihre Ziele Routen zu kombinieren. Die entsprechend beschilderten Kreuzungen erhalten Knotenpunktnummern, Hinweise zu benachbarten Knoten sowie Übersichtskarten zum Netz. Dies ermöglicht eine bessere Orientierung nach dem Prinzip „Radeln nach Zahlen“, was die individuellen Tourenplanung erleichtert.
Verbundfördervorhaben MEI_eFAIR betrifft auch Radweg Dresden – Berlin über Radeburg und Ortsteile
Die Einführung der Knotenpunktwegweisung ist ein Bestandteil des Verbundförderprojekts MEI_eFAIR. Dies umfasst auch die Wegweisung an bisher nicht beschilderten Radrouten, darunter der Fernradweg Dresden-Berlin, der dann durch Einschubplaketten mit dem entsprechenden Routenlogo an den Wegweisern sichtbar gemacht werden wird.
Die im Artikel „Radwegebau jetzt!“ genannte Verbindung zwischen Dresden-Wilschdorf, Volkersdorf und Bärnsdorf, die dann weiter auf dem Zilleradweg bis Radeburg verläuft, ist Bestandteil des Fernradweges Dresden-Berlin. Insofern sollten hier die Behörden, die Ämter, der ADFC und die interessierten Bürger an einem Strang ziehen. In den entsprechenden Planungen war auch die Verbindung Stausee -Waldrose für diesen Fernradweg vorgesehen. Eigentlich.

