Doch in diesem Jahr sendet der MDR am Faschingssonntag im Livestream lieber Fußball – FSV Zwickau gegen Hertha BSC II – und verzichtet komplett auf den Radeburger Umzug.
Karneval im ländlichen Raum? Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk offenbar kein Quotengarant mehr. Doch vor Ort sieht es anders aus.
Nach dem Corona-Tief wächst der Umzug Jahr für Jahr wieder. An diesem Sonntag ziehen 80 Gruppen durch die Stadt – so viele wie seit dem Rekordjahr 2007 nicht mehr (damals 103 Umzugsbilder zur 50. Saison). Tausende Aktive, zehntausende Besucher und eine Atmosphäre, die man nicht ins Studio verlegen kann. Den Umzugsgruppen und Zuschauern ist klar: Dabeisein ist unvergleichlich.
Die Interaktion, der spontane Applaus, kurze Gespräche, Zurufe, das Wiedersehen, die Umarmungen, kleine Gesten – genau daraus entsteht die besondere Stimmung, die den Radeburger Umzug ausmacht.
Aber nicht alle, die gern dabei wären, können vor Ort sein.

