Nach MDR-Absage streamt RCC selbst: RABU-Faschingsumzug live und zum Wiederanschauen auf YouTube

„Der Radeburger Karnevalsumzug ist seit Jahrzehnten der Höhepunkt unserer fünften Jahreszeit – bunt, laut, kreativ und getragen von hunderten Ehrenamtlichen,“ schreibt der RCC. Über viele Jahre war das auch für den MDR ein Thema: Erst live im Fernsehen, später im Livestream.

Doch in diesem Jahr sendet der MDR am Faschingssonntag im Livestream lieber Fußball – FSV Zwickau gegen Hertha BSC II – und verzichtet komplett auf den Radeburger Umzug.

Karneval im ländlichen Raum? Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk offenbar kein Quotengarant mehr. Doch vor Ort sieht es anders aus.

Nach dem Corona-Tief wächst der Umzug Jahr für Jahr wieder. An diesem Sonntag ziehen 80 Gruppen durch die Stadt – so viele wie seit dem Rekordjahr 2007 nicht mehr (damals 103 Umzugsbilder zur 50. Saison). Tausende Aktive, zehntausende Besucher und eine Atmosphäre, die man nicht ins Studio verlegen kann. Den Umzugsgruppen und Zuschauern ist klar: Dabeisein ist unvergleichlich.
Die Interaktion, der spontane Applaus, kurze Gespräche, Zurufe, das Wiedersehen, die Umarmungen, kleine Gesten – genau daraus entsteht die besondere Stimmung, die den Radeburger Umzug ausmacht.

Aber nicht alle, die gern dabei wären, können vor Ort sein.

Der RCC streamt selbst

Der Radeburger Carnevals Club (RCC) organisiert in diesem Jahr die Live-Übertragung des Umzugs am Faschingssonntag selbst – auf YouTube. Für alle, die aus den verschiedensten Gründen nicht dabei sein können.

Fast ebenso wichtig wie der Livestream ist die Aufzeichnung des Umzugs:
Für diejenigen, die gerade anderes vorhatten.
Für die Teilnehmer selbst.
Und für alle, denen der Zug viel zu schnell vorbeiging, um jede Gruppe in Ruhe zu sehen.

Das konservierte Erlebnis ist anschließend jederzeit abrufbar.

So seid ihr dabei:

Live & später abrufbar auf YouTube: YouTube auf dem Smart-TV, PC, Tablet oder SmartPhone öffnen, nach RccRaBu suchen und dann ist es fast wie dabei zu sein! Gesendet wird ab 14:11 Uhr.

Der RCC ist mit einer Standortkamera dort, wo auch der MDR stand und hat außerdem eine mobile Kamera mittendrin. Ralf Bunzel nimmt, ungeschützt vor Kamelle- und Konfettiwürfen, Kontakt auf zu den Verrückten auf und an der Strecke. Präsident Kai und RCC-Ehrenmitglied Klaus kommentieren vom Sendeplatz aus dem „Ideenwerk“ mit Blick auf die Umzugsstrecke – so ist der Plan.

Noch eine Bitte: Der RCC streamt nicht für Quoten, sondern für die Gemeinschaft – für alle Faschingsverrückten, egal wo sie gerade sind. Selbst zu streamen produziert aber auch neue Kosten.

„Um den Umzug in die Wohnzimmer, auf Smartphones und Bildschirme weltweit zu bringen, benötigen wir eure Unterstützung. Die Spendengelder fließen in Technik, Kameras, Streaming-Infrastruktur und die sichere Umsetzung der Liveübertragung,“ schreibt der RCC auf der Spendenplattform „betterplace“

Wenn Sie zum Gelingen der Liveübertragung beitragen möchten, folgen Sie bitte diesem Link:
www.betterplace.org/de/projects/170786-fasching-fuer-alle-unser-umzug-geht-live-in-die-welt

Der RCC bedankt sich mit den Worten:
„Gemeinsam sorgen wir dafür, dass der Radeburger Fasching nicht nur auf der Straße, sondern überall gefeiert werden kann. RA-BU!“

Links: