Marktplatz Radeburg: Am Ratskeller geht es endlich weiter

Am Radeburger Wahrzeichen, dem „Ratskeller“, tut sich endlich wieder etwas: Nachdem vor einiger Zeit die Haube des Ratskellerturms fachgerecht abgenommen wurde, ist das Gebäude nun vollständig eingerüstet. Damit ist klar: Die Sanierungsarbeiten gehen sichtbar in die nächste Phase.

Das Gerüst steht, es kann losgehen!

Das Gerüst steht, es kann losgehen!

Den Zuschlag erhielt Zimmerer- und Dachdeckermeister Rico Sachse – und zwar für die Gesamtherstellung des Turmes einschließlich der zugehörigen Dacharbeiten. Das komplette Dach des Ratskellers wird nicht erneuert, sondern ausschließlich die für den Turm notwendigen Konstruktionen.

Bevor der Glockenturm wieder aufgebaut werden kann, sind vorbereitende Arbeiten nötig. „Es ist ganz schön aufwendig“, so Rico Sachse. Dazu gehören statische, zimmermannsmäßig gefertigte Hänge- und Sprengwerke, die abgebunden und montiert werden müssen. Diese Konstruktionen nehmen später Eigenlasten sowie Wind- und Schneelasten des Turmes auf und sorgen dafür, dass die darunterliegenden Deckenbalken nicht zusätzlich belastet werden.

„Nicht, dass das handwerklich nicht zu bewältigen wäre“, sagt der Meister, „eine der Herausforderungen ist, dass sämtliche Arbeiten originalgetreu ausgeführt werden müssen.“ Das sei zeitintensiv und erfordert dann auch noch eine enge Abstimmung mit Behörden und Fachleuten, die jetzt erst einmal das Objekt begutachten. „Wie das so ist bei so einem bedeutenden Gebäude, wollen natürlich auch viele mitreden“, merkt er an.

Der begrenzte Platz auf dem Markt – nicht zuletzt durch Veranstaltungen wie den Fasching – ist eine weitere Herausforderung. Einige Dachstuhlteile werden daher in Berbisdorf vorgefertigt. Wenn unvorhersehbare Dinge den Arbeiten keinen Strich durch die Rechnung machen, soll der Turm bis zum Frühsommer wiederhergestellt sein.

Der Ratskeller gilt als eines der markantesten Bauwerke der Stadt und gibt dem Markt sein unverwechselbares Gesicht. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Sanierung – und das öffentliche Interesse. Mit dem nun sichtbaren Fortschritt verbindet sich daher die Hoffnung, dass der Markt auf dieser Seite wieder ein freundliches Gesicht bekommt.