Schornsteinbrände nehmen in der kalten Jahreszeit zu. Sie entstehen, wenn sich abgelagerter Ruß (meist Glanzruß) im Schornstein entzündet, dabei schlagen lange Flammen aus dem Schornstein.
In dieser Wintersaison gab es schon zwei Schornsteinbrände in Radeburg. Dank des schnellen Einsatzes der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Radeburg und Umgebung, konnte Schlimmeres verhindert werden.
Schornsteinbrände lassen sich vermeiden
Um dem vorzubeugen sollten Hausbesitzer in der Heizperiode den sogenannte Glanzruß regelmäßig durch einen Schornsteinfeger entfernen lassen. Wer mehr als gelegentlich einen Kamin oder eine Feuerstätte mit festen Brennstoffen betreibt (Faustregel - mehr als nur einmal wöchentlich), sollte den Schornstein 2 bis 3 x im Jahr vom Schornsteinfeger überprüfen und kehren lassen.
Eine veränderte Nutzung der Feuerstätte ist dem Bezirksschornsteinfeger lt. Kehr- und Überprüfungsordnung des Schornsteinfegerhandwerkgesetzes unverzüglich mitzuteilen.
Verwenden sollte man nur (lt. Herstellerangaben) zugelassene Brennstoffe, wie naturbelassenes trockenes Holz mit einer Restfeuchte von weniger als 25 %, Koks, Steinkohle oder Braunkohlebriketts (keine Müllverbrennung!).
Sorgen Sie für eine ausreichende Luftzufuhr für die vollständige Verbrennung um Glanzrußbildung zu vermeiden.
Was ist zu tun, wenn es doch brennt:
Ein Schornsteinbrand ist ein ernster Notfall, der sofortiges Handeln erfordert.
Rufen Sie die Feuerwehr 112 und verständigen Sie den zuständigen Schornsteinfeger. Verlassen Sie das Haus, löschen Sie auf keinen Fall alleine mit Wasser, denn beim Löschen eines Schornsteinbrandes wird der Dampfdruck im Schornstein so groß, dass dieser auseinanderplatzen kann.

