Bärnsdorf · Volkersdorf · Dresden-Wilschdorf: Radwegbau jetzt!

Am Sonnabend, dem 17. Januar 2026, machten Bürger aus Radeburg, Bärnsdorf, Volkersdorf sowie aus Dresden mit einer Banneraktion auf den dringend benötigten Radweg entlang der Staatsstraße S 96 aufmerksam. Unter dem Motto „Radwegbau jetzt!“ fanden zwei Fototermine an der Strecke zwischen Bärnsdorf, Volkersdorf und Dresden-Nord statt.

Banneraktion am Abzweig zu den Waldteichen, mit den ESMC-Kränen im Rücken. Foto: ADFC

Banneraktion am Abzweig zu den Waldteichen, mit den ESMC-Kränen im Rücken. Foto: ADFC

Initiiert wurde die Aktion vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen gemeinsam mit engagierten Radeburger Stadträten und der lokalen Initiative „Pro Radweg S 96“. Vorausgegangen war eine gemeinsame Petition an den Sächsischen Landtag, in der der zügige Bau eines durchgehenden, sicheren Radweges gefordert wird.

Hintergrund der Aktion ist, dass die vielbefahrene Staatsstraße durch den Mischverkehr konfliktbeladen ist. Besonders für Pendler, Schulkinder und Familien, die per Rad unterwegs sind, stellt dies ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Mit der Banneraktion sollte der öffentliche Druck erhöht und das Thema erneut sichtbar gemacht werden, denn das LASuV gibt zwar viele Planungen in Auftrag, die Ausführung lässt aber oft auf sich warten.

Die Petition wurde bereits im Oktober 2025 im Sächsischen Landtag behandelt. In der dazugehörigen Drucksache heißt es jedoch, die Petition könne derzeit „nicht abgeholfen werden“. Zugleich laufen weiterhin Gespräche mit Landtagsabgeordneten und zuständigen Stellen. Nach Auskunft der Initiatoren ist die Planung für den Radweg an der S 96 grundsätzlich gesichert, konkrete Aussagen zum Zeitplan stehen jedoch noch aus. Auch mögliche Bauabschnitte werden diskutiert, da Entwicklungen im Dresdner Norden Einfluss auf den Ablauf haben könnten.

Die Beteiligung an der Banneraktion zeigte, dass das Thema in der Region auf breite Unterstützung stößt. Neben Initiator Andreas Hübler (ULR), den Stadträten Sylvia Herberger Lothar Lucke und Frederik Zeidler (alle AfD), unmittelbaren Anwohnern, Unternehmern und Vertretern des ADFC beteiligten sich auch Radfahrer, aber auch Kraftfahrer. Viele erschienen mit Fahrrad, E-Bike oder Lastenrad und nutzten die Gelegenheit, ihre Forderung für mehr Verkehrssicherheit an der schmalen Landstraße öffentlich sichtbar zu machen.

Nach der Aktion bedankte sich Stadtrat Andreas Hübler, der selbst in Bärnsdorf wohnt, bei allen Unterstützern. Die große Resonanz gebe Rückenwind für die anstehenden Gespräche mit Landtagsabgeordneten, in denen die Erwartungen an den Radwegbau nun „mehr als deutlich“ formuliert werden sollen. Über Ergebnisse wolle man zeitnah informieren .

Die Banneraktion machte deutlich: Der Wunsch nach einem sicheren Radweg entlang der S 96 ist ungebrochen – und die Initiativen bleiben weiter am Thema dran.

Und sie bewegt sich doch?

Am Rande der Aktion informierte Andreas Hübler darüber, dass trotz Reduzierung der Landesmittel im Doppelhaushalt 2025/2026 die Fortführung zumindest die Planung sicher finanziert ist und auch fortgesetzt wird. Terminzusagen, wann z.B. dass Planfeststellungsverfahren bei der Landesdirektion Sachsen LdS in Gang gesetzt wird und ab wann wirklich gebaut wird, will die List allerdings nicht sagen..  Es ist das alte Lied, dass zwar viel geplant, aber nicht so viel gebaut wird. Deshlab heißt es: dran bleiben! „Das wird Gegenstand der Gespräche mit den Landtagsabgeordneten sein,“ so Andreas Hübler.

Bei der Gelegenheit erwähnte er auch noch einmal, dass laut LiSt die Ausschreibung des Teilabschnittes Radweg S 91 Kreuzungen Nieder Hufen / Am Rödergraben erfolgt ist und der Bau von ca. 80 m Fuß-/Radweg im 1. Halbjahr 2026 beginnen kann. Hierzu habe Frau Ritter am 11.12.2025 im Stadtrat informiert. Zumindest in diesem Fall keimt Hoffnung auf: Und sie bewegt sich doch!