22. Heinrich-Zille-Weihnacht: Radeburgs Innenstadt ludt zum Adventswochenende ein

Mit einem stimmungsvollen Adventswochenende endete am Sonntag der 22. Heinrich-Zille-Weihnachtsmarkt in Radeburg. Trotz des zeitweise ungemütlichen Wetters strömten an beiden Tagen viele Gäste auf den festlich geschmückten Markt, in die Kirche und ins Heimatmuseum. Zahlreiche Mitwirkende aus Kindergärten, Schulen, Vereinen und Einrichtungen sorgten für ein abwechslungsreiches Programm, das den Marktplatz immer wieder mit Applaus und fröhlichen Stimmen erfüllte.

Der Chor der Grundschule Radeburg begeisterte mit „Die Tiere feiern doch Weihnachten“

Der Chor der Grundschule Radeburg begeisterte mit „Die Tiere feiern doch Weihnachten“

Sonnabend: Eröffnung und buntes Familienprogramm

Am Sonnabend, dem 6. Dezember, öffneten um 14 Uhr die Marktstände und die Kirche. Wenig später begrüßte Bürgermeisterin Michaela Ritter die Besucher offiziell auf der Bühne und eröffnete den Markt. Die Kinder der Kita Sophie Scholl machten den Auftakt mit ihrem heiteren Stück „Als der Weihnachtsmann verschlafen hat“.

Ab 15 Uhr nutzten viele Familien die Bastelangebote im Kirchgemeindehaus und im Heimatmuseum, wo die Erzieherinnen Kita Volkersdorf und der „Sophie Scholl“ kleine Kunstwerke mit den Kindern gestalteten. Das Museum war bis 18 Uhr geöffnet und zeigte die Sonderausstellung „Krumbiegels komische Welt“, die großen Zuspruch fand.

Am Nachmittag folgten weitere Auftritte: Der Chor der Grundschule Radeburg begeisterte mit „Die Tiere feiern doch Weihnachten“ (Foto oben), die Tanzgruppe EKiZ zeigte ihre Choreografien, und das Kinderhaus Großdittmannsdorf brachte gemeinsam mit Herrn und Frau Holle ein kleines Märchen auf die Bühne. Das AWO-Kinderhaus präsentierte anschließend „Wenn kleine Glückspilze sich auf Weihnachten freuen“.

Ein besonderes Highlight war das gemeinsame Adventsliedersingen in der Kirche, das zahlreiche Besucher anzog. Auf dem Markt gab’s zur gleichen Zeit für Kinder coole Fotos mit dem Weihnachtsmann. Am frühen Abend sorgte der Posaunenchor für festliche Klänge, bevor Nicole und Ulf die Bühne musikalisch übernahmen. Die Narrenpolizei des RCC und die Garde des RCC beschlossen den Sonnabend mit ihren stimmungsvollen Beiträgen.

Sonntag: Musik, Glühwein, Gebrutzel und viele Begegnungen

Auch am Sonntag herrschte reger Betrieb. Markt und Kirche öffneten erneut ab 14 Uhr, und viele Gäste nutzten die Gelegenheit für einen gemütlichen Bummel oder einen Besuch der Ausstellung im Museum.Auf der Bühne zeigten zunächst die Kindertanzgruppen „Bambinis“ und „Minis“ des SV Grün-Weiß Ebersbach e.V. ihr Können, gefolgt vom Auftritt der Gruppe „Tanzbar“. Die Kleinstadtband der Zilleschule (Foto) sorgte mit bekannten Weihnachtsliedern und modernen Arrangements für gute Stimmung.

Den musikalischen Abschluss bildete der Zillechor der Oberschule, der mit seinem Weihnachtssingen noch einmal viele Besucher vor die Bühne lockte (Foto).

Erfreulich, dass man auch wieder neue Stände gesehen hat, die das Angebot bereichert haben. Meinis Deko, die Firma von André Meinert präsentierte mit Lasertechnik aus Holz gefertigte Radeburger Motive – zum Anlass passend vom Baumbehang bis zum Schwibbogen. Neu dabei war auch Roberto Berndt, der handwerkliche Arbeiten aus seiner Ideenwerkstatt präsentierte.

Auch erstmals mit dabei: der neu gegründete Rassekaninchenzüchterverein. Enrico „Hundel“ Hähne auf Facebook : „Mit selbstgemachten Bratwürsten und Ragout fin aus Kaninchenfleisch haben wir uns auf dem Radeburger Weihnachtsmarkt präsentiert und waren überwältigt von der positiven Resonanz.“

Ein gelungenes Radeburger Adventswochenende

Viele Gäste schauten auch bei „Leilany – Blumen am Markt“ vorbei, wo an beiden Tagen Workshops stattfanden und am Sonnabend Glühwein, Leckereien und ein wärmendes Feuer im Hof für eine besonders gemütliche Atmosphäre sorgten. Großen Anklang fanden ebenfalls die Portraitzeichnungen von Herrn Nickoleit.

In der Partyschmiede wurde am Sonntag mehrmals der Film „700 Jahre Radeburg“ gezeigt und war gut besucht. Eine tolle Idee der Arbeitsgruppe Stadtgeschichte unseres Kultur- und Heimatvereins.

Unter dem Titel „Zwischen Himmel und Erde – Erinnerungen an Uwe Heimbach“ (Foto) fand am Sonnabendabend eine musikalische Veranstaltung in der Großenhainer Straße 2 statt. Ein Jahr nach seinem Tod erinnerten die Band verROCKt und Freunde an den begnadeten Radeburger Musiker.

Ein großes Dankeschön!

Auch die Weihnachtswelt der Familie Krätzschmar gegenüber der katholischen Kirche soll nicht unerwähnt bleiben. Was Karla, Bernd und Norman Krätzschmar zusammen mit Freunden Jahr für Jahr stemmen, um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen, sucht seinesgleichen. Der wachsenden Wahrnehmung stehen steigende Kosten und eine nicht mitwachsende Spendenbereitschaft gegenüber. Das macht die private Initiative zunehmend schwieriger. Umso herzlicher sollte auf diesem Wege zumindest der Dank ausfallen.

Der 22. Zille-Weihnachtsmarkt zeigte einmal mehr, wie lebendig die Radeburger Vereinslandschaft ist und wie viele Menschen dazu beitragen, ein warmes, gemeinschaftliches Adventsgefühl zu schaffen. Viele Gäste äußerten sich dankbar über das vielfältige Programm, die liebevoll gestalteten Stände und die vielen kleinen Überraschungen, die den 2. Advent 2025 in Radeburg zu einem besonderen Erlebnis machten. Den Dank gegen wir auch gern weiter an die Stadtverwaltung als Ausrichter, an den Bauhof für die Einrichtung des Marktes, an René Eilke für den wunderschönen Baum und natürlich an alle Mitwirkenden.