Freiwillige Feuerwehr Radeburg: „Wir sind Feuer und Flamme! Und Du?“ 2.0

Mit der Sanierung der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Radeburg wurde die Idee aufgegriffen, diese mittels Graffititechnik modern zu gestalten. Mit dem Atelier Sebastian Bieler aus Großenhain fanden wir schnell einen gemeinsamen Termin zur Umsetzung. In Vorgesprächen legten wir die Wandfläche über den Spinten der Kameraden fest. Die große Fläche von 14 Meter Länge und 3 Meter Höhe galt es jetzt zu füllen. Ideen waren nun gefragt.

Kameradennachwuchs am Graffiti

Kameradennachwuchs am Graffiti...

Das Ergebnis.

...und hier das Ergebnis.

In langer Vorbereitung und Studium der Chronik und Sichtung vieler historischer Fotos wurde ein Konzept entwickelt. Im Jahr 2022 feiert die Feuerwehr Radeburg ihr 150 jähriges Bestehen und dies sollte als Thema für das Projekt gelten. Geplant war, die Fotos der Fahrzeuge durch den Graffitikünstler umzuwandeln. Ein Kamerad entpuppte sich als guter Zeichner und skizzierte die Fahrzeuge von Fotogröße auf A4 ab. Diese Arbeit wurde belohnt und die Skizzen wurden als Vorlagen für das Graffiti genutzt. Zum Start des Projektes wurde das Thema nochmals überarbeitet. Es sollte der Schriftzug "Feuerwehr Radeburg" mit allen bisher eingesetzten Einsatzfahrzeugen abgebildet werden. Im Projekt entstand noch die Idee, die Jahreszahlen, wo die Fahrzeuge im Einsatz waren, hinzuzufügen. Wunsch war ebenfalls eine neue Drehleiter, die bereits in Planung bei der Stadt Radeburg ist, mit als Gimmick an die Wand zu bringen. Das Jahr 2022 ist als Wunschjahr vorgesehen und unsere Bürgermeisterin hat dies als große Herausforderung angenommen.

Über die Stadt Radeburg erhielten wir ein fahrbares Sicherheitsgerüst, um über den Spinten der Kameraden das Graffiti anzubringen. Drei Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr unterbrachen unser Handeln und die Teilnehmenden hielten sich an die Vorgaben aus der Belehrung und des Sicherheitskonzeptes.

Mit 39 Teilnehmern haben wir nicht gerechnet. Wir hofften nur auf rege Beteiligung, da es als offener Ferienworkshop angesetzt war. Ziel für die ersten drei Tage war, die Vorlagen der Fahrzeuge mit Skalpellen auszuschneiden. Dieses Ziel wurde erreicht. In den restlichen Tagen ging es um die farbliche Wandgestaltung. Auch dieses Ziel wurde erreicht. Ein geschäftiges Gewusel in unserer Feuerwehr war jeden Tag vorhanden. Unser Radeburger Jugendclub "Zappelbude" unterstützte uns tatkräftig mit Manpower. Wir sind inzwischen gut miteinander vernetzt und nutzen die positiven Synergien gegenseitig. Bei unserem Projekt hat von jung bis alt alles mitgemacht. Unser jüngster Teilnehmer war 10 und der älteste Teilnehmer war 72. Wir haben die Generationen zusammen geschweißt. Es war ein gemeinsames Miteinander. Als positiven Nebeneffekt haben wir die Kameradschaft in der Wehr gefördert.

Unser Jugendsprecher ist im Alter von 16 Jahren. Er wurde aufgefordert die Ordnung und Sicherheit laut unserem Sicherheitskonzept mit umzusetzen. Im Einsatzfall der Freiwilligen Feuerwehr Radeburg hatte er dafür zu sorgen, dass alle Gäste und Akteure in den Sicherheitsbereich gelangen und sich ruhig verhalten. Er hatte einen guten Einfluss auf unsere jüngeren Gäste. Durch viele Graffitivorlagen konnte bei den Teilnehmern gut die Arbeitsorganisation und Sorgfalt ausgeprägt werden. Mit einem Demokratieworkshop wurden wichtige Werte: meine Wurzeln, Freunde und Stärken nahe gebracht. Wir konnten sogar zwei neue Mitglieder für die Jugendfeuerwehr gewinnen.

Zum Abschluss wurde das Projekt gebührend mit einem Grillabend gefeiert und es wurden zahlreiche Gespräche mit den Kameraden der Feuerwehr geführt. Dieses Projekt wurde als Dank für die tägliche Einsatzbereitschaft der Kameraden unserer Wehr ins Leben gerufen.

Zum Tag der offenen Tür in der Feuerwehr am 07.09.2019 wurde das Graffitiprojekt öffentlich nochmal vorgestellt und die neu gewonnenen Mitglieder willkommen geheißen.

Mittlerweile hat sich unser Projekt herumgesprochen und wir empfangen eine gute Resonanz und einige Besucher. Bei einem Rentnernachmittag mit Kaffee und Kuchen wurde nicht nur die Feuerwehrtechnik erklärt, sondern unser Projekt vorgestellt.

Unser Verein Feuerwehr-Historik-Radeburg e.V. sammelt Herzen über das Projekt der Sparkasse Meißen „HERZEN für HIER“.

Unser Projekt hat den Titel „Kameradschaft ist uns wichtig!“. Machen Sie mit und unterstützen Sie die Freiwillige Feuerwehr Radeburg mit Ihren Herzen. Allen, die uns bereits ihre Herzen geschenkt haben, danken wir recht herzlich.

Diese Veröffentlichung erfolgte kostenlos durch den "Radeburger Anzeiger".
Gefördert vom BMfFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben! sowie vom Freistaat Sachsen