Infos zum aktuellen Brandgeschehen

Die aktuelle Hitzewelle, verbunden mit der schon Wochen andauernden Trockenheit, begünstigt Waldbrände, die inzwischen in dichter Folge auftreten.

Eine Rauchwolke aus Brandenburg zog über Stadt und Umland - bevor es auch in Radeburg brannte. Foto: K. Hoyer - Facebook

Um nur die größten Ereignisse zu nennen; Ende Juni brannte es u.a in der Gohrisch Heide. Dort brannten 800 ha, ab 18. Juli brannte "nur" 44 ha in der Radeburger Heide. Noch immer wird gegen Glutnester gekämpft. Am Montag, dem 25. Juli zog in den Morgenstunden eine Rauchwolke aus der Böhmischen Schweiz durch das Elbtal. Ein Brand in der Nähe des Prebischtors verbunden mit Wind aus Südost war die Ursache. Am Nachmittag drehte der Wind auf Nordwestund eine Rauchwolke trieb aus dem brandenburgischen Falkenberg ins Elbtal und aufgrund sich nochmals drehenden Windes weiter über die Elbhänge in den Heidebogen.  Lokale Brandereignisse wurden mit dem Rauch in Verbindung gebracht und sorgten für erhebliche Unruhe in der Bevölkerung. Gefahr für Leib und Leben bestand (anders als in der Sächsischen Schweiz) in unserer Region jedoch zu keinem Zeitpunkt.

Zu den lokalen Ereignissen: 

    Update Dienstag, 26. Juni

    In der zurückliegenden Nacht hatte der extreme Brandgeruch in der gesamten Umgebung für Unruhe gesorgt. Ursache war das Brandereignis bei Falkenberg. Der in Ebersbach, OT Naunhof gemeldete Feuerwehreinsatz wurde durch die Rauchmeldeanlage bei DEMECAN ausgelöst, die auf den starken Rauch hin anschlug - letztlich ein Fehlalarm. 

    Im Gegensatz dazu war der Brand in der Aufzuchtanlage an den Ziegeleien ein eigenständiges Brandereignis. Wie aus Feuerwehrkreisen mitgeteilt wurde, brannte eine Fläche außerhalb der Ställe. Ein Übergreifen des Feuers auf die Stallanlagen konnte dem Vernehmen nach verhindert werden.

    Update Montag, 25. Juli

    Pressemitteilung der Stadtverwaltung Radeburg, heute, 18 Uhr:

    Das Gebiet der Radeburger Heide ist zwischen den Ortschaften Radeburg, Würschnitz und Kleinnaundorf weiterhin gesperrt, es besteht Betretungsverbot aufgrund der dort weiterhin laufenden Löscharbeiten eines Waldbrandes. Diese  werden auch in den nächsten Tagen noch andauern. Es erfolgen Kontrollen des Betretungsverbotes durch die Polizei.

    Update Sonnabend, 23. Juli

    Kaum haben wir haben darüber spekuliert, was "derzeit unter Kontrolle" heißt, fachten gestern Nachmittag starke Winde das Feuer wieder an. "Wir mussten die Einsatzkräfte wieder massiv hochfahren," teilt die Radeburger Feuerwehr mit. "Wir bitten alle inständig, die Waldwege rund um die Brandstellen nicht zu betreten. Es werden immer wieder Schaulustige und Personen im Waldbereich festgestellt. Die Polizei wird die Straßensperrung auch kontrollieren."

    Zufahrten ins "Hinterland": 

    Durch die o.g. Sperrungen entfällt auch die Nutzung der Waldwege für eine Umfahrung der Baustelle Königsbrücker Straße (S 100). Da die Zufahrt nach Zschorna / Brettmühlenteich ebenfalls nicht möglich ist - auch nicht über den "Schleichweg" zwischen Stausee und "Waldrose" - sollten Kraftfahrer die A 13 / Autobahnabfahrt Thiendorf nutzen und über Lötzschen bzw. Dobra ihre Ziele anfahren.

    Für Radfahrer und Wanderer gibt es die Möglichkeit, von Radeburg durch die Röderaue das Ziel anzusteuern. Der Röderradroute folgen bis zur Kreuzung am Zeisigbusch. Von dort führt ein Feldweg über eine Autobahnbrücke, die direkt hinter der Baustelle auf die Zschornaer Straße einmündet - siehe Karte.

    Update Freitag, 22. Juli

    Die Gefahr ist auch heute noch nicht gebannt. Man kann nur sagen, derzeit IST das Feuer unter Kontrolle, was aber nicht heißt, dass es in dem Moment, wo Sie das lesen, nicht schon wieder aufgeflammt ist. Die Kameraden tun alles in ihrer Macht stehende, aber der Kampf ist noch nicht gewonnen.

    Stadt sperrt Radeburger Heide

    Die Stadtverwaltung hat inzwischen alle Waldwege aus und in Richtung Würschnitz durch die Radburger Heide sperren lassen. Sie können Ihre Wertschätzung für die Feuerwehrarbeit aktuell am besten dadurch zum Ausdruck bringen, dass sie diese Sperrungen beachten und nicht auch nicht zu Fuß oder per Rad versuchen, die Kameraden zu erreichen, um ihnen während der Brandbekämpfung auf die Schulter klopfen. Das können Sie nach Beendigung des Einatzes immernoch tun - auch zum Beispiel durch den Erwerb eines Fahnennagels.

    Bitte beachten Sie auch die Hinweise zu den einzelnen Sperrungen weiter unten. Fotos: Stadtverwaltung Radeburg

    Ursprüngliche Meldung 19. Juli

    Mehrere Medien berichteten von einem Brand am Mittwoch, 19. Juli, in der Königsbrücker Heide, der Katastrophenschutz "Integrierte Regionalleitstelle Dresden" gab über NINA eine akute Warnung für die Bevölkerung in der Region Thiendorf und Radeburg heraus, indem er über einen Waldbrand in der Laußnitzer Heide informierte. Die Rauchsäule war bis in die Stadt Dresden hinein sichtbar. Allerdings brannte die Radeburger Heide, die hin und wieder, weil ein zusammenhängendes Waldgebiet, als Teil der Laußnitzer Heide betrachtet wird. Die eigentliche Laußnitzer Heide liegt aber im benachbarten Landkreis Bautzen, was im Fall der abgegebenen Information zu Irritationen führte.

    Irritierend waren auch die Angaben zur brennenden Fläche. Sie reichten von nur einem dreiviertel Hektar laut DPA bis 200 Hektar laut BILD. Laut Nachfrage bei der Feuerwehr brannten konkret 44 ha im nordöstlichsten Zipfel der Radeburger Flur, nur etwa 500 Meter von den letzten Häusern der Ortschaft Würschnitz (Gemeinde Thiendorf) entfernt, weshalb dort auch die Alarmierung zuerst erfolgte. 

    Das Blaulicht-Magazin teilt mit, bereits am Dienstagmittag, 18. Juli, seinen "unzählige Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Der Brand brach gegen 12:15 Uhr nahe der Ortschaft Würschnitz aus. Das Feuer dehnte sich schnell aus, die Feuerwehr musste sich zeitweise zurückziehen, da die Flammengröße rasant anstieg und Nadelbäume immer wieder durchzündeten. Ein Problem war außerdem die Löschwasserversorgung. Tanklöschfahrzeuge pendelten zwischen dem Niederteich und den Feuersäumen, hier kam es aber immer wieder zu gefährlichen Unterbrechungen. Riegelstellungen wurden aufgegeben, ein Kamerad soll ersten Angaben zufolge auch verletzt worden sein. Nach sechs Stunden erst war der Brand allmählich unter Kontrolle und die Ausbreitung gestoppt."

    Inzwischen sind laut Sächsische Leitungen vom Würschnitzer Nieder- und Mittelteich verlegt worden. Damit wird der Boden gekühlt, um ein Wiederaufflammen von Glutnestern zu verhindern. Auch weiterhin sind Brandwachen vor Ort nötig - siehe laufende Updates unten.